Menu Close

Formula Student

Panorama_Bild
FSG – Hockenheimring 2019

Die Formula Student ist ein internationaler Konstruktionswettbewerb für Studierende, welcher 1981 in den USA erstmalig ausgeführt wurde. Dieser wird jährlich bei weltweit 14 Wettbewerben mit ungefähr 800 Teams ausgetragen.

Bei diesem Wettbewerb geht es nicht nur um den schnellsten Rennwagen, sondern vor allem um die Konstruktion, den Businessplan und die Vermarktung.

Bei der Entwicklung des Rennwagens haben die Studierenden freie Hand und müssen sich lediglich nach einem Reglement richten, welches größtenteils sicherheitsrelevante Eigenschaften vorschreibt.

Eine erfahrene Jury aus Experten der Motorsport-, Automobil- und Zulieferindustrie bewertet die Umsetzung der Fahrzeugkonzepte, den Finanzplan und den Businessplan.

Das jährlich wichtigste Event ist die Formula Student Germany, welches seit 2006 am Hockenheimring ausgetragen wird. Hier kommen jedes Jahr über 3.000 Student aus aller Welt zusammen, um sich in verschiedenen Disziplinen zu beweisen.

Die maximal zu erreichende Punktzahl von 1.000 setzt sich wie folgt zusammen:

Statics

Engineering Design Report (EDR)

Beim EDR müssen die studentischen Konstrukteure ihre konstruktiven Lösungen präsentieren und Ihre Entscheidungen vor den Judges verteidigen. 

Cost Report

Diese Disziplin besteht aus einem schriftlichen Bericht und einer Diskussion mit den Judges an dem gebauten Prototypen. Hierbei zählt vor allem das Verständnis der Herstellungsprozesse der Bauteile und die damit verbundenen Kosten. Essenziell ist auch die Vollständigkeit des Berichts und das Produktionsmanagement.  

Business Plan

Im Rahmen einer Präsentation vor fiktiven Investoren, vertreten durch die Juroren, stellen die Teams ihren Geschäftsplan für den gebauten Prototypen vor. 
Bewertet werden Inhalt, Aufbau, Aufbereitung und Darbietung des Vortrags sowie die Fragerunde.

Dynamics

Acceleration

Auf einer 75 Meter langen Geraden müssen die Rennwagen beweisen, wie schnell sie aus dem Stand heraus beschleunigen können. Die besten Teams bewältigen die Strecke in einer Zeit von unter vier Sekunden und können dabei eine Geschwindigkeit von mehr als 100km/h erreichen.

Skid-Pad

Die selbstgebauten Rennwagen durchfahren eine Strecke in Form einer liegenden Acht. Jeder Kreisring wird zweimal nacheinander umrundet, gemessen wird jeweils die zweite Runde. Durch die Rundenzeit kann die statische Querbeschleunigung des Fahrzeugs bestimmt werden.

Autocross

Über eine etwa 1 Kilometer lange Strecke fahren die Rennwagen auf Zeit. Eine schnelle Rundenzeit deutet auf ein gutes Gesamtkonzept in Bezug auf Leistung und Fahrdynamik hin. Die Platzierung in dieser Disziplin entscheidet zudem über die Startreihenfolge beim Endurance.

Endurance

Über eine Renndistanz von 22 Kilometern muss sich die Gesamtkonstruktion unter Dauerbelastung beweisen. Hier sind alle Fahrzeugeigenschaften gefragt, von der Beschleunigung bis hin zum Handling, vor allem aber die Zuverlässigkeit.

Fuel Efficiency

Nach dem Endurance wird der Energieverbrauch des Rennwagens ermittelt. Bei der Berechnung der erreichten Punkte zählt dann der Verbrauch in Relation zur Geschwindigkeit.